Der Berufsbildungsbericht 2025 liefert auch in diesem Jahr ein umfassendes Bild über die Entwicklungen am Ausbildungsmarkt in Deutschland. Die Ergebnisse haben wir für Sie ausgewertet, zusammengefasst und um eine Arbeitshilfe mit konkreten Handlungsempfehlungen ergänzt.
In der Ausbildung sind Innovationen und neue Ideen oft der Schlüssel, um sich abzuheben und die Qualität zu steigern. Doch gerade, wenn man diese Ideen umsetzt, besteht die Gefahr, dass man den Überblick über die eingesetzten Ressourcen und die relevanten Ausbildungsziele verliert.
Im Experten-Interview mit Melanie Schaal (wirAUSBILDER-Community-Managerin) erläutert Marcus Vogel (Ausbildungsleitung, Personalentwicklung, Landratsamt Reutlingen) seine Gedanken, wie man eine Ausbildungsstrategie entwickeln kann, die sowohl zielorientiert ist als auch die vorhandenen Ressourcen effizient nutzt.
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Hallo Herr Vogel, Sie leiten beim Landratsamt Reutlingen die Ausbildung und Personalentwicklung. Welches Thema ist es aus Ihrer Sicht für Ausbilder:innen besonders relevant?
Wir alle kennen das: Wenn man für die Ausbildung verantwortlich ist, möchte man immer innovativ sein und ist total empfänglich für neue Ideen, die die Ausbildung aufwerten und man damit möglichst irgendein Alleinstellungsmerkmal hat. Wenn man dann auch einige von den neuen Ideen umsetzen darf, gerät dabei manchmal aus dem Blick, an welchen Stellen der Ausbildung möglicherweise zu viel Ressourcen eingesetzt werden und – noch schlimmer – welche Ausbildungsziele womöglich vernachlässigt werden. Daher habe ich mir Gedanken gemacht, wie man seine Ausbildungsstrategie zielorientiert gestalten und die zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll einsetzen kann.
Der Anteil der Jugendlichen, die sich sicher sind, eine Ausbildung absolvieren zu wollen, sinkt zusehends. Zuletzt traf dies nur noch auf 42 % der befragten Hauptschüler:innen und auf 37 % der Realschüler:innen in den jeweiligen Abschlussklassen zu.
Der seit Jahren rückläufige Trend bei der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich mit der Corona-Krise noch einmal deutlich verschärft.
Was ist dran an der mangelnden Bindungsbereitschaft heutiger Azubis? Der neue Qualitätsreport der Ausbildungsexperten von AUBI-plus kommt zu überraschenden Ergebnissen.
Zu den klassischen Bewerbungszeiten strömen sehr viele Informationen zu Berufen und Ausbildungswegen auf Schüler ein. In dieser kurzen Zeit die richtige Entscheidung zu treffen ist sehr schwer, das zeigen auch die Abbrecherquoten in Ausbildung und Studium von oft über 20 Prozent. Das Angebot der “Schoolgames” will helfen, frühzeitig bei der Berufsorientierung zu unterstützen.