Berufsbildungsbericht 2026: Was sich für Ausbildende jetzt ändert
Zwischen Fachkräftemangel, steigenden Passungsproblemen und neuen Erwartungen an Ausbildungsbetriebe

1. Worum geht es im Berufsbildungsbericht 2026?
Der Berufsbildungsbericht 2026 der Bundesregierung zeigt deutlich: Der Ausbildungsmarkt bleibt angespannt, trotz leicht sinkender Schulabgängerzahlen und hoher gesellschaftlicher Bedeutung der dualen Ausbildung. Für Deine Ausbildungsarbeit bedeutet dies vor allem eines: Ausbildung wird komplexer – und strategischer.
2. Das Problem: Die zentralen Herausforderungen 2026
2.1 Weniger Ausbildungsverträge – trotz hoher Nachfrage
Bis 30. September 2025 wurden bundesweit rund 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Stagnation, die bereits 2024 eingesetzt hat, setzt sich damit fort.
Für Dich als Ausbilder:in heißt das: Offene Stellen bleiben häufiger unbesetzt, während gleichzeitig viele junge Menschen keinen passenden Ausbildungsplatz finden.
2.2 Mehr unversorgte Bewerber:innen
Die Zahl der Jugendlichen, die trotz intensiver Suche keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, ist deutlich gestiegen. Insgesamt waren weiterhin über 84.000 junge Menschen auf Ausbildungsplatzsuche, so viele wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Das eigentliche Kernproblem liegt nicht in einem Mangel an Interessierten, sondern in den Passungsproblemen zwischen den Anforderungen der Betriebe und den unterschiedlichen Voraussetzungen der Jugendlichen.
2.3 Hoher Anteil junger Erwachsener ohne Berufsabschluss
Rund 18,8 % der 20‑ bis 34‑Jährigen verfügen weiterhin über keinen formalen Berufsabschluss. Der leichte Rückgang gegenüber 2025 ändert nichts daran, dass dies ein strukturelles Risiko für die Fachkräftesicherung bleibt.
3. Die Entwicklung im Vergleich zu 2025
Im Vergleich zum Berufsbildungsbericht 2025 zeigen sich drei klare Trends:
- Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist von 2025 auf 2026 erneut zurückgegangen.
- Gleichzeitig ist die Zahl der unversorgten Bewerber:innen deutlich gestiegen.
- Strukturelle Herausforderungen (Übergang von der Schule zum Beruf, Heterogenität der Zielgruppe) bleiben bestehen.
Während 2025 noch stärker auf Integration und Einwanderungsgesellschaft fokussiert wurde, liegt 2026 der Schwerpunkt klar auf Resilienz, Passung und flexiblen Ausbildungsstrukturen.
4. Lösungsvorschlag: Was jetzt von Ausbilder:innen erwartet wird
Der BIBB‑Hauptausschuss macht deutlich: Betriebe spielen eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung. Konkret heißt das für die Ausbildungspraxis:
- Ausbildungsangebote stärker an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anpassen
- Ausbildung strukturierter begleiten, nicht nur organisieren
- Übergänge flexibler gestalten (z. B. Einstiegsqualifizierungen, Teilqualifikationen)
5. Fazit: Ausbildung braucht mehr Struktur – nicht mehr Druck
Der Berufsbildungsbericht 2026 zeigt klar: Ausbildung funktioniert nicht mehr „nebenbei“. Erfolgreiche Ausbildungsbetriebe setzen auf Struktur, Begleitung und realistische Erwartungen.
Für Ausbildende bedeutet das:
- weniger Improvisation,
- mehr systematische Unterstützung und
- klare Instrumente für den Alltag.
6. Praxistipp: Eine Checkliste kann Dich bei Deiner Arbeit unterstützen

Für Dich als Ausbilder:in steigen die Anforderungen spürbar. Neben fachlichem Know-how gewinnen pädagogische, kommunikative und organisatorische Aufgaben weiter an Bedeutung. Viele Herausforderungen sind dabei nicht neu, treten heute jedoch deutlich komplexer auf. Strukturierte Arbeitshilfen und Checklisten können helfen, den Überblick zu behalten, Sicherheit im Ausbildungshandeln zu gewinnen und die Qualität der Ausbildung dauerhaft zu sichern.
Genau hier setzt diese 📄Checkliste an, die sich an den Ergebnissen des Berufsbildungsberichts orientiert.
- die Passung zwischen betrieblichen Anforderungen und dem Bewerberprofil zu prüfen,
- den Ausbildungsstart klar und strukturiert vorzubereiten,
- Lernstände regelmäßig zu reflektieren,
- Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen,
- Ausbildungsabbrüchen gezielt vorzubeugen.
Quellen:
- Pressemeldung vom 06.05.2026 des Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bmbfsfj)
- Berufsbildungsberichts 2026
- BIBB‑Stellungnahme
Ergänzung: Der BIBB-Datenreport kann als vorläufige Fassung im PDF-Format unter www.bibb.de/datenreport-2026 kostenlos heruntergeladen werden.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.
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Empowerment in der Ausbildungspraxis – Praktische Handlungsempfehlungen für Ausbilder

Das Wissen darüber, welche Ängste Auszubildende der Gen Z und Umschüler beschäftigen, ist für Ausbildende unverzichtbar. Sie sind Begleiter, Lehrer, Vorbild – deshalb ist es ihre Aufgabe, die Auszubildenden zu stärken und gemeinsam daran zu arbeiten, Ängste und Zweifel abzubauen.
In diesem Buch finden Sie konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Auszubildenden in schwierigen Situationen. Die praxisorientierten Beispielsituationen aus dem Berufsalltag bieten Ihnen wertvolle Unterstützung bei der individuellen Begleitung Ihrer Auszubildenden. Das Buch ist für alle Ausbilder:innen und angehenden Ausbilder:innen geeignet. Unabhängig davon, ob Sie absolute Berufsanfänger, Umschüler oder Teilnehmer von vorbereitenden Maßnahmen betreuen.
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