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Ausbilden im Homeoffice: Kontrolle der Aufgaben und Feedback

©Antonioguillem – stock.adobe.com

In Zeiten von Corona setzen viele Betriebe auf das Arbeiten von Zuhause. Das betrifft auch Ausbilder:innen und Auszubildende. Ist bereits einer der beiden im mobilen Arbeiten oder Homeoffice, kann das die praktische Ausbildung erschweren. Regelmäßiger Kontakt mit den Auszubildenden ist wichtig, auch für Absprachen und die Kontrolle der übertragenen Aufgaben. Wie Ausbilder:innen die Aufgaben ihrer Azubis im Homeoffice kontrollieren können und auch Feedback trotz Distanz gelingt, erfahren Sie hier.

Klare Aufgaben erleichtern die Kontrolle im Homeoffice

Übertragen Sie Ihren Auszubildenden für die Zeit des mobilen Arbeitens konkrete Aufgaben. Neben einem regelmäßigen Telefonkontakt ist die Nutzung von E-Mails oder Cloudlösungen, bei denen Dateien und Inhalte hochgeladen werden, sinnvoll. Geben Sie Ihren Auszubildenden im Homeoffice die Aufgaben schriftlich per E-Mail,

  • machen Sie sich bereits Gedanken darüber, ob die Aufgabe verständlich formuliert ist
  • haben Sie durch die versendete E-Mail einen Nachweis, entsprechende Ausbildungsaufgaben aufgetragen zu haben
  • können Ihre Auszubildenden diese in Ruhe lesen, ohne sich alles am Telefon merken zu müssen
  • können Sie auch eine Deadline zur Bearbeitung schriftlich fixieren.

Das ermöglicht Ihnen, zu einem späteren Zeitpunkt gezielt nach diesen Aufgaben zu fragen. Sie können die Erledigung und Durchführung kontrollieren und das Ergebnis, aber auch aufgetretene Schwierigkeiten mit Ihren Auszubildenden besprechen.

Termine vereinbaren und einhalten

Sie können Ihre Auszubildenden beispielsweise bitten, Ihnen nach jedem Ausbildungstag eine Zusammenfassung oder kurze Auflistung der erledigten Aufgaben mitzuteilen. Das kann bereits den Eintrag im Ausbildungsnachweis darstellen, oder auch per E-Mail oder Videotelefonat erfolgen.

Besprechen Sie aber auf jeden Fall regelmäßig mit Ihren Auszubildenden, wie der Fortschritt in den aufgetragenen Aufgaben ist. Bei einem zeitintensiven Projekt müssen Sie natürlich nicht täglich drei Mal nach dem Stand fragen. Ihre Auszubildenden müssen jedoch von Ihnen wissen, wann Sie sich konkret zu den Aufgaben melden und wann sie diese bearbeitet haben müssen. Ebenfalls müssen sie wissen, wann sie Sie kontaktieren können, um offene Fragen zu klären. Grundsätzlich sollten Sie, neben dem alltäglichen Arbeits- und Ausbildungsgeschehen, feste Termine mit Ihren Azubis vereinbaren, die Sie auch einhalten.

Feedback-Kriterien im Homeoffice

Arbeiten Sie oder Ihr Azubi im Homeoffice, ist gegebenenfalls ein regelmäßiges und realistisches Feedback schwierig. Schließlich begegnen Sie sich wesentlich weniger als unter normalen Umständen während der täglichen Arbeit bzw. Ausbildung.

Teilen Ihre Auszubildenden Ihnen regelmäßig die Tätigkeiten ihres Ausbildungstages mit, kann das bereits helfen, sich ein Bild zu machen. Sie können Ihren Auszubildenden auch kleine Projekte aufgeben oder ihnen bei Leerlauf theoretische Ausbildungsinhalte aufgeben, die sie recherchieren und lernen sollen. Stellen Ihre Azubis im Anschluss ihre Ergebnisse vor, können Sie bewerten, wie intensiv sie sich jeweils mit einem Thema auseinandergesetzt haben.

Damit Sie Ihren Auszubildenden ein realistisches Feedback geben können, machen Sie sich bewusst, welche Kriterien für die Arbeit im Homeoffice aussagekräftig sind, z.B.:

  • Halten sich Ihre Auszubildenden an vereinbarte Telefontermine und Deadlines?
  • Erledigen sie die übertragenen Aufgaben weiterhin zuverlässig und zeitnah? (Wurde z.B. der Auftrag oder Kunde im System angelegt?)
  • Melden sich Ihre Azubis von allein, wenn sie Fragen haben oder warten Sie auf Ihren Anruf?
  • Wie ist das Telefonverhalten? (freundlich/verschlafen/genervt/hilfsbereit/…?)
  • Sehen sie To-dos und Aufgaben von alleine und fragen Sie, ob gewisse Themen oder Aufgaben bereits angegangen werden dürfen?
  • Haben Sie Informationen zu seinem Verhalten bei „Leerlauf“?

Auch, wenn das Feedback-Gespräch zu Corona-Zeiten ebenfalls via Video-Telefonat stattfinden muss, informieren Sie Ihre Auszubildenden rechtzeitig über diesen Gesprächstermin. Nehmen Sie sich genügend Zeit, mit Ihren Auszubildenden die wichtigen Punkte zu besprechen und sorgen Sie dafür, dass sowohl Sie als auch Ihre Auszubildenden jeweils bei diesem Gespräch ungestört sind – denn das ist gerade beim Arbeiten zuhause nicht immer möglich.

Ausbildungsnachweis kontrollieren trotz Homeoffice

Um die Vermittlung aller relevanten Ausbildungsinhalte sicherzustellen, ist der Ausbildungsnachweis ein unverzichtbares Mittel. Kontrollieren Sie das Berichtsheft daher am besten wöchentlich. Am PC geschriebene Berichte lassen sich schnell und einfach verschicken, auch handschriftliche Berichte sind schnell abfotografiert und übermittelt. Vereinbaren Sie mit Ihren Auszubildenden auch hierfür einen festen Termin, z.B. immer montags zum Arbeitsbeginn oder immer freitags zum Feierabend.


Wie Sie den Ausbildungsnachweis abzeichnen, wenn er elektronisch geführt wird, lesen Sie hier.

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