Vorsätze der Azubis erfolgreich unterstützen
Wie Ausbilder:innen aus guten Vorsätzen konkrete Erfolge machen
Mit dem Ausbildungsstart haben sich viele Azubis konkrete Ziele gesetzt: pünktlicher werden, den Ausbildungsnachweis regelmäßig führen oder selbstständiger arbeiten. Einige Wochen später zeigt sich jedoch oft, welche Vorhaben bereits zur Gewohnheit geworden sind und wo Unterstützung nötig ist. Das betrifft neue Auszubildende ebenso wie Azubis der höheren Lehrjahre.

Doch wie kannst Du Deine Azubis dabei unterstützen, ihre Vorsätze erfolgreich umzusetzen? Hier sind einige praktische Tipps, die Dir dabei helfen.
1. Die ersten 72 Stunden nutzen
Wenn ein Vorsatz gefasst wurde, ist die Zeit unmittelbar danach entscheidend. Studien zeigen: Wer in den ersten 72 Stunden nicht handelt, verliert schnell die Motivation und die Umsetzung wird unwahrscheinlich. Unterstütze Deine Azubis also aktiv in diesem Zeitfenster. Vereinbare konkrete Schritte und hilf dabei, sofort ins Handeln zu kommen.
Beispiel: Dein Azubi möchte den Ausbildungsnachweis regelmäßig abgeben? Motiviere ihn, noch am selben Tag mit der ersten Eintragung zu starten.
2. Das Ziel visualisieren
Eine klare Vorstellung davon, wie das Erreichen eines Ziels sich anfühlen wird, kann die Motivation enorm steigern. Bitte Deinen Azubi, sich vorzustellen, wie es wäre, den Ausbildungsnachweis immer pünktlich abzugeben:
- Was wird sich für ihn selbst verbessern?
- Wie wird er von anderen wahrgenommen?
Diese mentale Übung hilft, das Ziel greifbar zu machen und den inneren Antrieb zu stärken.
3. Vereinbarungen schriftlich festhalten
Was wir aufschreiben, bleibt besser im Gedächtnis. Bitte Deinen Azubi, seine Vorsätze in einer E-Mail oder handschriftlich festzuhalten. Dieses schriftliche Commitment verstärkt das Bewusstsein für das Ziel und die Verbindlichkeit. Es geht darum, den Vorsatz aus dem Kopf auf Papier oder Bildschirm zu bringen, um ihn realistischer zu machen.
4. Zwischenziele setzen
Manchmal sind große Vorsätze überwältigend. Wenn ein Azubi etwa viele Rechtschreibfehler in seinen Berichten macht, könnte es unrealistisch sein, sofort perfekte Dokumente zu erwarten. Teile das Ziel in kleinere, erreichbare Schritte auf, wie z.B. „Die Fehlerzahl halbieren.“ So bleibt die Motivation erhalten, und der Azubi erlebt kontinuierlich kleine Erfolge.
5. Erfolge loben
Motivation wächst durch Anerkennung. Wenn Du merkst, dass Dein Azubi Fortschritte macht, sprich das positiv an. Ein ehrliches Lob wie „Ich sehe, dass Du Deine Nachweise deutlich zuverlässiger und mit weniger Rechtschreibfehlern führst – das ist ein schöner Fortschritt!“ zeigt Wertschätzung und stärkt das Durchhaltevermögen. Gleichzeitig motiviert es, weiterhin an sich zu arbeiten.
6. Fazit: Unterstützung als Schlüssel zum Erfolg
Deine Rolle als Ausbilder:in ist entscheidend, wenn es darum geht, Deine Azubis bei der Umsetzung ihrer Vorsätze zu unterstützen. Mit diesen Tipps hilfst Du, Hindernisse zu überwinden und den Weg für nachhaltige Verbesserungen zu ebnen.
Denke daran: Kleine Schritte, regelmäßige Erfolge und Deine wertschätzende Begleitung sind oft das Geheimnis für langfristigen Erfolg.
7. Fragen zur Selbstreflexion:
- Wie könntest Du die 72-Stunden-Regel in Deiner Ausbildungspraxis umsetzen?
- Welche Möglichkeiten hast Du, um Zwischenziele mit Deinen Azubis zu definieren?
- Wie kannst Du individuelle Stärken Deiner Auszubildenden nutzen, um sie bei der Umsetzung ihrer Vorsätze zu motivieren?
Quelle: Sabine Bleumortier, ERFOLGREICH AUSBILDEN
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Lerne, wie Du Entwicklungsziele konsequent und gleichzeitig wertschätzend begleitest.
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