das neue Ausbildungsjahr klopft an und egal, ob es der Anfang ist oder man schon mittendrin steckt: Manche Menschen gehen mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Warum und was wir dagegen tun können – darum geht es in dieser Ausgabe der Kolumne.
Praxisleitfäden und Resilienz-Werkzeuge für Ausbilder:innen
Im ersten Teil dieser Beitragsreihe hast Du erfahren, wie Du als Ausbilder:in Warnsignale psychischer Belastungen frühzeitig erkennen und ein praxisnahes Frühwarnsystem etablieren kannst. Doch das Wahrnehmen von Veränderungen ist erst der Anfang. Entscheidend ist, wie Du das Gespräch suchst und Betroffene angemessen unterstützt. Vielfach ist es herausfordernd Themen sensibel anzusprechen, Orientierung zu geben und gleichzeitig die eigenen Grenzen als Ausbilder:in zu wahren.
In diesem zweiten Teil erhältst Du konkrete Tipps für das Erstgespräch, praxiserprobte Werkzeuge zur Stärkung der Resilienz sowie Hinweise, wann externe Unterstützungsangebote sinnvoll sind. Eine praktische Checkliste rundet den Beitrag ab.
Wie Ausbilder:innen Warnsignale wahrnehmen und angemessen reagieren
Häufige Fehlzeiten, plötzlicher Leistungsabfall oder sozialer Rückzug: Ausbilder:innen berichten immer öfter, dass Auszubildende an ihre (psychischen) Grenzen stoßen. Auch fällt es der einen oder anderen Nachwuchskraft selbst auf, dass mit ihr oder ihm etwas „nicht stimmt“. Die Daten der Krankenkassen bestätigen diese Tendenzen. Doch Ausbilder:innen sind keine Therapeuten. Aber wie gelingt nun der Spagat zwischen notwendiger Führung und empathischer Fürsorge im Ausbildungsalltag?
Die Herausforderung: Warnsignale frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig angemessen zu handeln. Weil beide Aspekte jeweils eigene Anforderungen mit sich bringen, haben wir diesen Beitrag in zwei Teile gegliedert:
Im ersten Teil erfährst Du, wie Du Veränderungen frühzeitig wahrnimmst und ein pragmatisches Frühwarnsystem etablierst.
Im zweiten Teil erhältst Du konkrete Tipps für das Erstgespräch sowie praxiserprobte Werkzeuge und eine Checkliste zur Stärkung der Resilienz.
Den Link zum zweiten Teil findest Du in unseren Lesetipps am Ende des Beitrags.
Interview mit Dr. Svenja Roch: Klar kommunizieren, Konflikte früh lösen
Schwierige Gespräche gehören zum Ausbildungsalltag – werden aber oft so lange aufgeschoben, bis sie eskalieren. Konflikte, emotionale Reaktionen oder heikle Themen verunsichern viele Ausbilder:innen und kosten im Alltag viel Energie.
Dabei lassen sich auch herausfordernde Situationen souverän gestalten, wenn Gespräche gut vorbereitet sind, klare Strukturen vorhanden sind und die eigenen Grenzen bewusst wahrgenommen werden. Genau hier liegt ein großer Hebel für mehr Sicherheit, Klarheit und Wirksamkeit in der Ausbildungsarbeit.
Im Interview mit Melanie Schaal (wirAUSBILDER) zeigt Dr. Svenja Roch, HR Manager Learning and Development, freenet AG, wie Ausbilder:innen schwierige Themen professionell ansprechen, mit Emotionen und Widerständen umgehen und auch in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig bleiben.
es ist Juli, die Planung des Onboardings steht an und in „Vielleicht ist es gar nicht so schwer“ geht es um darum, wie wir herausfinden, was die Jugendlichen von uns brauchen und erwarten.