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Azubi-Marketing bei Thyssen mit Snapchat

Snapchat bei Thyssenkrupp

Social Media ist mittlerweile bei vielen Unternehmen ein Weg, um neue Auszubildende zu gewinnen. Bei Snapchat sind die Erwartungen noch vorsichtig, was Peer Karstedt, Ausbildungsleiter bei Thyssenkrupp nicht abgehalten hat, es auszuprobieren.

Azubis betreuen Snapchat-Kanal fast selbstständig

Sein Snapchat-Team besteht aus Azubis im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich. Sie erhalten einen Zugang zur Snapchat-Gruppe sowie eine Einführung, welche Richtlinien zu beachten sind. Dann können sie direkt mit eigenen Inhalten aus ihrem Arbeits- und Schulleben starten. Ein “Communications-Team” betreut die Aktivitäten und greift notfalls ein, z. B. wenn Personen ohne deren Zustimmung gezeigt werden. Wichtige Termine wie Azubitage, Azubifahrten, Berufsschultage oder Bewerbertrainingstage werden in einer Kalender-Funktion gespeichert. So wissen die Azubis immer rechtzeitig, wann sie wo vor Ort sein müssen, um diese Aktivitäten auf Snapchat bekannt zu machen.

Mund-zu-Mund-Propaganda mit klassischen Marketingmaßnahmen kombiniert

Um Interessenten in die Snapchat-Gruppe zu holen, erzählen die Azubis im privaten Umfeld von ihrer Tätigkeit. Zusätzlich führt das Communication-Team klassische Marketingmaßnahmen durch, z. B. die Verteilung von Flyern, Postkarten und Postern an Schulen und Veranstaltungen wie Ausbildungsmessen. Schüler erhalten durch Fotos und Screenshots einen Eindruck von der Gruppe und gleichzeitig einen Link, um beizutreten. Die Reaktionen sind meist positiv, wenn auch etwas erstaunt, dass ein so konventionelles Unternehmen wie Thyssenkrupp auf diesen Social-Media-Kanälen unterwegs ist. Mittlerweile hat die Gruppe über 150 Follower.

Auswirkung auf Bewerberzahl noch schwer zu schätzen

Die Auswirkungen auf die Bewerberanzahl ist indes noch schwer abzuschätzen: In der Region ist die Zahl der Azubi-Bewerber rückläufig, was u. a. den Anstoß gab, ein neues Medium auszuprobieren und sich bei der Zielgruppe als modernes Unternehmen vorzustellen. Eine direkte Beziehung zwischen Followern und Bewerbungen konnte aber noch nicht festgestellt werden.

Einfach ausprobieren!

Wer das Azubi-Marketing mit Snapchat in Erwägung zieht, dem rät Karstedt: einfach ausprobieren! Ein mittlerer vierstelliger Betrag ist als Budget ausreichend, wichtig ist vor allem ein guter Partner, mit dem das Projekt umgesetzt werden kann. Der Kanal ist bei Jugendlichen alltäglich in der Nutzung, sie posten häufig auch außerhalb der Arbeitszeiten. Bei einer Tätigkeit z. B. auf Berufsmessen wird die Arbeitszeit, die sie dort verbringen und Inhalte erstellen, natürlich verrechnet.

Quelle: www.humanresourcesmanager.de vom 25.01.2019.

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